Monatsspruch September 2010:

Ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinen Mühen, das ist eine Gabe Gottes.

Prediger 3,13


Verabschiedung von Pfarrerin Dier

Liebe Gemeindeglieder aus St. Andreas und Jakobus,

dem Gemeindeleben in Helfe und meinem persönlichen Leben stehen Veränderungen bevor. Denn im Herbst werde ich meinen Dienst in der Jakobusgemeinde nach 16 Jahren beenden. Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, denn ich arbeite sehr gern hier. So viele bereichernde Erfahrungen durfte ich machen, so viele liebenswerte Menschen kennen lernen, so oft auch den Geist Gottes am Werk sehen! Das Ökumenische Zentrum ist etwas Besonderes, dessen war ich mir immer bewusst.


Jetzt beginnt für mich ein neuer Lebensabschnitt. Ich ziehe zu meinem Mann nach Süddeutschland, denn wir möchten nicht länger getrennt leben. Eine andere Möglichkeit hat sich leider nicht ergeben. Da die Bayerische Landeskirche aber bis auf weiteres keine Pfarrerinnen und Pfarrer anderer Landeskirchen aufnimmt, werde ich kein Pfarramt übernehmen können, sondern mich als Supervisorin und Verfahrensbeistand bei Gericht selbstständig machen.


Die beiden Gemeinden und die Menschen in Helfe sind mir in der langen Zeit sehr ans Herz gewachsen, in diesen Tagen merke ich das noch einmal besonders. So bin ich für vieles unendlich dankbar: für die gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit den Haupt- und Ehrenamtlichen ebenso wie für all die bereichernden Kontakte zu den evangelischen und katholischen Gemeindegliedern aller Generationen, von denen ich viel gelernt habe. Vor allem aber bin ich dankbar für Gottes Beistand, den ich bei meiner Arbeit auch in manch schwieriger Situation immer wieder erfahren habe. Ihm vertraue ich nicht nur meinen weiteren persönlichen Weg, sondern auch die Zukunft der Jakobusgemeinde an.


Vielen von Ihnen werde ich in den nächsten Monaten noch persönlich begegnen, so dass Gelegenheit für Gespräche sein wird. Sie sind aber auch herzlich eingeladen zu meinem Abschiedsgottesdienst



am 19. September 2010,

um 15 Uhr,

mit anschließendem Empfang.



Sicher werde ich an diesem Tag und in der Zeit bis dahin noch manche Träne weinen. Aber das ist die Kehrseite dessen, dass ich in Helfe eine gute und segensreiche Zeit erlebt habe, an die ich gern zurückdenken werde.
In meinen ersten Jahren in Helfe habe ich oft den Satz gehört: „Die Pastoren kommen und gehen, aber wir bleiben!“ Ich bin lange geblieben, aber wenn ich jetzt gehe, tue ich das im Vertrauen darauf, dass es ohnehin ein anderer ist, der unsere Gemeinden und Kirchen baut und erhält. So sage ich Ihnen und euch allen voller Dankbarkeit und in tiefer Verbundenheit ein herzliches:



„Gott befohlen!“



Ihre Pfarrerin Birgit Dier